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Wie ich vom „klassischen Tätowieren“ zur Brustwarzenrekonstruktion durch Pigmentierung kam

Meine Reise als Tätowiererin begann 2006, als ich in Mexiko als Reiseleiterin lebte und arbeitete. Ich habe beruflich immer viel mit Menschen zu tun gehabt – erst in Hotellerie und Tourismus – gleichzeitig hatte ich schon von früh an den Wunsch, einen kreativen Beruf auszuüben.

Sieben Jahre später, nachdem ich bereits Erfahrung in verschiednenen Studios gesammelt hatte, eröffnete ich 2013 mein eigenes Studio ‚just B‘ im Kern der wunderschönen Heidelberger Altstadt.

Bereits 2016 bekam ich meine erste Anfrage von einer von Brustkrebs betroffenen Kundin, ob ich ihr nach Therapie und Wiederaufbau eine Brustwarze tätowieren könnte.

Ich sagte zu und machte meine Kundin auch damals schon durch dieses ‚kleine Tattoo mit großer Wirkung‘ sehr glücklich.

2021 bot sich mir die Gelegenheit, beim Gründer der damaligen medbwk (heute: medtattoo),  Andy Engel, eine Fortbildung für bereits erfahrene Tätowierer im Bereich rekonstruktive Pigmentierungen, (realistische 3D-Brustwarzen, Bauchnabel. Phalloplastiken und Narbenretuschierung) wahrzunehmen.

Seit 2021 arbeite ich nun also in diesem Bereich und habe mir mehrere Kooperationen mit im Rhein-Neckar-Kreis ansässigen Kliniken und Brustzentren erschlossen.

Das positive Feedback von sowohl Kund:innen als auch der Ärzteschaft motiviert mich sehr und bestärkt mich, genau diese besondere Art von Tätowierung weiter zu vertiefen und als Spezialistin in diesem Gebiet fortzuführen. Der nächste Schritt den ich für mich und die Betroffenen gehen möchte, ist, die Kostenübernahme durch die Krankenkassen zu verbessern, indem ich zeige, welch hohe Standards in diesem Bereich möglich sind – mit der Unterstützung der Ärzte, die diese Art von Behandlung aufgrund der nicht vorhandenen Ausfallzeiten und Notwendigkeit weiterer Eingriffe unterstützen.